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Was nehmen wir wahr?

 

Wir haben im Grunde alle die gleichen physiologischen Voraussetzungen zum Sehen und doch nehmen wir unterschiedlich wahr. Ja sogar das selbe Bild wird von Betrachtern unterschiedlich wahrgenommen. Meine Kunst widmet sich der Frage, was kann ich sehen, wenn ich sehe, physisch wie psychisch?

 

Sehe ich das, was ich heute sehe, unter den gleichen Bedingungen nach Jahren anders? Ist Sehen also ein zeitlicher Prozess? Meine Arbeiten sind stets schwer zu sehen und verlangt vom Betrachter ein konzentriertes Einlassen.

 

Reduktion ist ein Mittel, das Dargestellte zu konzentrieren und den Betrachter entsprechend zu lenken. Der vorsichtige Entstehungsprozess meiner Zeichnungen entspricht der allmählichen Annäherung des Rezipienten an das Dargestellte. Ich versuche die Wiedergabe der Form bis an die Grenzen der Wahrnehmung zu reduzieren.

 

Mit meinem aktuellen Werk versuche ich eher eine 3- ,als eine 2-dimensionale Arbeit zu schaffen. Optische Täuschungen, wie das Hermann-Gitter sind wesentlicher Bestandteil des Wahrnehmbaren und die Frage, wie notwendig ist das Motif als solches überhaupt, entsteht.

 

Daniela Dlugocz

© 2017 Daniela Dlugocz